Triathlon: Reppe und Schulz Medaillenaspiranten bei den Paralympics

Zwei Frauen und zwei Männer stehen 2019 im Para Triathlon Kader des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS). Paralympics-Sieger Martin Schulz (Leipzig) hat sich 2018 durch den Europameistertitel und den 2. Platz bei den Weltmeisterschaften in der Klasse PTS5 den A-Kader-Status gesichert. Benjamin Lenatz (Köln), der in der Klasse PTWC (Rollstuhlfahrer) startet, und Triathlon-Neuling Christiane Reppe (Dresden, PTWC) werden dem B-Kader, die blinde Lena Dieter (Viernheim) dem C-Kader angehören.

Christiane Reppe ist kein unbeschriebenes Blatt im Para Sport: zwischen 2002 und 2012 war sie als Schwimmerin aktiv, seitdem sammelte sie im Handbiken Medaillen. Bei den Paralympics in Rio 2016 holte sie sogar Gold. Die Dresdnerin, der im Alter von 5 Jahren das rechte Bein aufgrund einer Tumorerkrankung amputiert wurde, will in Tokio nun im Para Triathlon an den Start gehen.

„Ich traue Martin und Christiane mit ihrer absolut professionellen Einstellung definitiv zu, in Tokio um die Medaillen zu kämpfen“, schätzt Para Triathlon Cheftrainer Mario Schmidt-Wendling die Chancen der beiden ein.

Eine wichtige Voraussetzung, um für den Para Triathlon Kader des DBS in Betracht zu kommen, ist, dass die Startklasse der Athleten bei den nächsten Paralympischen Spielen auf dem Programm steht. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat im August entschieden, dass dies im Para Triathlon folgende Klassen sein werden:

Männer: PTWC (Rollstuhlfahrer), PTS4 (mittelschwere Behinderung), PTS5 (leichte Behinderung), PTVI (Sehbehinderung)
Frauen: PTWC, PTS2, PTS5 und PTVI.